Mit dem Szintillationszähler und der Rute auf den Spuren der Kelten |
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EinleitungIst Rutengehen ein real existierendes Phänomen? Existiert ein Zusammenhang zwischen Rutenreaktionen und Messungen der Gammastrahlung? Diese und andere Fragen haben mich schon länger beschäftigt.Im Mai dieses Jahres hatte ich Gelegenheit mit einer Gruppe Rutengänger eine interessante Reise zu machen. Die Reise, initiiert von Joachim Wohlfeil, stand unter dem Thema: Mit der Rute auf den Spuren der Kelten. Die Reiseroute ging über Canterbury, Stonehenge in England nach Irland und zurück über Frankreich. Meine Intention war es, diese "Orte der Kraft", wie sie auch genannt werden mit einem empfindlichen Radioaktivitätsmeßgerät zu untersuchen. In der Literatur findet man immer wieder Hinweise, daß auf geologischen Störzonen - im Volksmund allgemein "Wasseradern" genannt - eine erhöhte radioaktive Strahlung gemessen werden kann. Wolfgang Maes berichtete in Wohnung und Gesundheit (Nr. 55, 56 und 63) bereits über die Messungen von Stängle und Bickel. Die Meßgeräteausstattung bestand aus zwei Radioaktivitätsmeßgeräten vom Typ "medCONT" mit je einem 2x2-Zoll-NaJ Szintillationsdetektor. Das mikroprozessorgesteuerte Handgerät ist so optimiert, daß immer mindestens 5000 Meßwerte oder mehr zur Messwertermittlung herangezogen werden. Ein ausgeklügeltes und patentiertes Verfahren zeigt dem Benutzer am Display die maximale Schrittgeschwindigkeit um keine erhöhte Aktivität zu übersehen. Die gespeicherten Meßwerte können im Anschluß an die Messung über einen PC (Notebook) ausgelesen und mit jedem x-beliebigen Grafikprogramm (Tabellenkalkulation) dargestellt werden. Ich bevorzuge hierfür die Software Xact für OS/2 der hamburger Firma SciLab. Ein Detektor war mit einem Bleikollimator ausgestattet. Der Bleikollimator
schirmt den Detektor gegen die Umgebungs- und Höhenstrahlung ab. An
der Unterseite ist eine Öffnung angebracht, sodaß nur bevorzugte
Strahlung direkt von unten, aus dem Erdboden, in den Detektor-Kristall
gelangen kann.
StonehengeBegonnen wurden die Messungen in Stonehenge. Stonehenge - wer kennt es nicht, diesen imposanten Steinkreis, der seit einigen tausend Jahren existiert und den Menschen heute noch Rätsel aufgibt.Leider war es nicht möglich den Steinkreis zu betreten. Deshalb konnte die Messung nur auf den zugänglichen Wegen durchgeführt werden. Außerdem beeinträchtigte Regen die Aktivitäten doch erheblich. In England gibt es zwei Arten von Wetter: entweder es regnet oder es gießt in strömen; behaupten jedenfalls einige Zeitgenossen. Jedenfalls konnte aufgrund der hohen "Feuchtigkeit" nur eine einzige Messung durchgeführt werden. |
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| Auffällig sind die Aktivitätsänderungen in Richtung
der Achse der Sommersonnenwende. Auch in der Nord-Süd-Ausrichtung
zeigt sich eine Auffälligkeit.
Von diesem Ergebnis beeindruckt war ich natürlich gespannt, was es im Verlauf der Reise noch alles zu entdecken gab. Auch in Avebury machte mir der Regen einen Strich durch die Rechnung,
sodaß ich keine Messung durchführen konnte.
Interessantes IrlandIn Irland war das Wetter etwas besser - es regnete nur noch wenn wir aus dem Bus ausstiegen.Als erstes Ziel in Irland wurde die heilige Quelle von Moulin auserkoren. Heilige Quelle deshalb, weil hier ein Bischof - nachdem er sich mit dem Wasser gewaschen hatte - von seinen Geschwüren befreit wurde. |
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| Die Quelle liegt in einem kleinen idyllischen Tal. Man hat das Gefühl,
weit ab jeglicher Zivilisation zu sein. Ein kleiner Trampelpfad führt
einen Abhang hinunter zu einem kleinen, kaum erkennbaren Rinnsal.
Als der Regen nachließ, wurde die Messung oberhalb der Quelle, entlang der Straße durchgeführt. Die Meßstrecke betrug ca. 15 m. Auffallend ist der sehr ruhige, fast schnurgerade Verlauf der Meßwerte, der nur durch die diagnostizierte Verwerfung und Wasserführung gestört wird. Vielleicht ist gerade dies das Geheimnis der nachgesagten Heilwirkung dieser Quelle. Südwestlich von Killkenny liegt die kleine Ortschaft Kells, die nächste Station der Reise. Es regnete kaum noch! Kells Priory, eine rel. gut erhaltene Klosterruine bot sich ebenfalls für eine nähere Untersuchung an. Neben dem Parkplatz liegt ein alter Friedhof mit einer Kirchenruine direkt an der Straße. Die Klosterruine war einige hundert Meter vom Parkplatz entfernt, sodaß ich mich wegen der nicht gerade leichten Last (Blei!!) für die Messung an der alten Kirchenruine und des Friedhofs entschied. |
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| Sehr deutlich ist hier eine Meßwerterhöhung mit anschließendem
Abfall der Meßwerte zu sehen. Dieser Meßwertverlauf - Anstieg
mit Einbruch im Gipfel - wie von Stängle und Bickel genannt, ist charakteristisch
für eine wasserführende Verwerfung. Dieses Ergebnis wurde auch
von Joachim mit der Rute erzielt, ohne von meinem Meßergebnis zu
wissen.
In Limerick schien die Sonne! Im Peoples Park wollte ich es genauer wissen. Welcher Zusammenhang besteht zwischen meinen Meßergebnissen und den verschiedenen Rutenreaktionen? Entlang einer willkürlich gewählten Strecke wurde ein Maßband vor einem etwas verwachsenen Baum ausgelegt. Die Meßwerte wurden entlang einer Strecke von ca. 16m aufgenommen. |
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| Um eine spätere Zuordnung der zurückgelegten Meßstrecke
zu den Meßergebnissen zu erleichtern, paßte ich meine Gehgeschwindigkeit
so an, daß ich alle 10 Sekunden einen Meter zurücklegte. Pro
Sekunde werden ca. 3 Meßwerte gewonnen, sodaß pro Meter ca.
30 Meßwerte gespeichert werden.
Die selbe Strecke wurde auch nacheinander von ca. 16 Rutengängern gegangen, wobei jeder Kandidat für sich allein getestet wurde. Die Kandidaten - Anfänger wie Profis - wurden auch gebeten, ihre Rutenergebnisse nach unterirdischen Wasserläufen sowie Verwerfungen zu konkretisieren. Zur besseren Übersichtlichkeit sind in der Grafik nur die Häufigkeiten der Rutenreaktionen der Messung überlagert. Die Markierungen geben jeweils einen Rutenausschlag. Unabhängig von den teilweise recht unterschiedlichen Angaben über die Breite des Wasserlaufs und Verwerfungen zeigen sich doch recht auffallende Übereinstimmungen von Rutenreaktionen und Meßwerten. Die Meßstrecke wurde mehrmals und mit verschiedenen Szintillationszählern abgelaufen. Es zeigten sich absolut reproduzierbare Meßergebnisse von einer Messung zur anderen. Das vielversprechende Ergebnis dieses Versuches veranlaßte uns, diesen unter gleichen Voraussetzungen zu wiederholen. Die nächste Gelegenheit hierzu fand sich im Park der Jugendherberge in Killarney. |
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| Als Meßstrecke bot sich das Gelände in der Nähe einiger abgestorbenen Bäume an. In Abbildung 5 kennzeichnet der Pfeil einen Baumstumpf, wo vorher vermutlich auch ein abgestorbener Baum gestanden hat. Deutlich ist die Übereinstimmung zwischen Meßwerteinbrüchen und abgestorbenen Bäumen zu sehen. Auch die Rutenergebnisse in Abbildung 6 passen recht gut zu den Meßwerten. Verblüffend war, daß alle Kandidaten beim letzten Baum einen unterirdischen Wasserlauf gemutet haben. | ||||
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Die Reise führte noch zu manch anderen Steinkreisen und Ruinen;
jedoch war nicht immer Zeit und Gelegenheit für eine Messung. So auch
im Steinwald von Carnac in Frankreich. Der Zugang wurde verwehrt, und so
konnten wir nur die Steine durch den Zaun ansehen.
Die Kathedrale von ChartresDie Kathedrale von Chartres war unser letztes Ziel vor der Heimreise. Für dieses interessante Bauwerk haben wir uns einen ganzen Tag Zeit genommen. Mir sagte der Name Chartres nichts. Ich wußte nichts von dieser Kathedrale. Dieser Ort wurde radiästetisch schon untersucht wie im Buch "Orte der Kraft" von Blanche Mertz beschrieben. Ich war Neugierig, was ich dort messen würde.In Chartres angekommen, trieb uns die Neugier in die Kathedrale hinein. Trotzdem gönnten wir uns einige Augenblicke vor dem Hauptportal, um den Ort auf uns wirken zu lassen. Wer immer die Kathedrale von Chartres besucht hat, der weiß, daß es sich hierbei nicht um irgendeine Kirche handelt. Er wird nach dem Verlassen dieses Gebäudes nicht mehr derselbe Mensch sein wie vorher. Sie ist die älteste im gotischen Stil erbaute Kathedrale. Die ersten Bauphasen reichen bis ins 12. Jahrhundert. Die Kathedrale von Chartres ist mehr als ein normales Gotteshaus, sie ist auch mehr als ein Kunstobjekt. Einige Besonderheiten fallen sofort ins Auge. Auf einem Hügel erbaut, überragt sie die umgebende Stadt derart, daß von der Autobahn aus nur die Kirche, nicht aber die Stadt zu sehen ist. Das Kirchenschiff ist nicht in Ost-West-Richtung ausgerichtet. Louis Charpentier hat in langjähriger Forschungsarbeit zumindest einige Rätsel gelöst. Auch im Innern der Kathedrale stößt man auf einige Merkwürdigkeiten. Wenn man die Kathedrale betritt, so fällt auf dem Fußboden zunächst das Labyrinth auf (sofern es nicht durch Stuhlreihen zugestellt ist). Zunächst einmal ist der Begriff Labyrinth irreführend. Im Gegensatz zum Labyrinth des Daedalus kann man sich im Labyrinth von Chartres nämlich nicht verirren. Es stellt nur einen einzigen, wenn auch verschlungenen Weg dar, der von Außen ins Zentrum führt. Es ist überliefert, daß in früheren Zeiten Menschen diesen Weg zu Zwecken der Meditation auch tatsächlich abgegangen sind. Bei unserem Besuch war dies nicht möglich, da der größte Teil des Labyrinths durch Stuhlreihen verstellt war. Die abwechselnd hellen und schwarzen Steine weisen eine sehr starke, abwechselnd positive und negative Ausstrahlung auf, die sich radiästetisch nachweisen läßt. Vermutlich diente das Labyrinth ursprünglich dazu, Menschen durch das Abgehen der verschlungenen Wege unter dem Einfluß dieser Erdkräfte in veränderte Bewußtseinszustände zu versetzen. |
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| Die Messung der Gammastrahlung des Labyrinths ist in Abbildung 7 zu sehen. Auffallend ist die kontinuierliche Abnahme der Meßwerte bis zum Zentrum und der Anstieg nach Verlassen des Zentrums. Ich war außerdem von der verblüffend niedrigen Gesamtaktivität von ca. 35 Ips überrascht. Im Freien draußen vor der Kathedrale habe ich ganz normale 80 Ips gemessen, die ich auch überall anderswo finde. Üblicherweise ist in den Gebäuden durch die Baustoffe mehr Radioaktivität zu erwarten als draußen im Freien. Hier ist es genau umgekehrt! | ||||
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| Blanche Mertz schreibt in ihrem Buch von unterirdischem Wasser, mit Fließrichtung zum Hauptportal. Abbildung 8 zeigt das Ergebnis der Messung. Deutlich sind die Meßwerteinbrüche in den Eingangstoren zu sehen. Ähnlich eindrucksvoll zeigen sich die Messergebnisse des Südportals. Auffallend ist der weitere, sehr ruhige Verlauf der Meßwerte nach der "Unruhe" im mittleren Tor. Sehr schön auch der Vergleich mit den Angaben von Blanche Mertz, der eine gute Übereinstimmung zeigt. | ||||
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| Abbildung 10 zeigt noch eine Messung einer Verwerfung neben der Kathedrale. Im Diagramm sind auch die Rutenreaktionen nebst der radiästhetisch bestimmten Breite der Verwerfung - ebenfalls nach Angaben von Blanche Mertz - dargestellt. | ||||
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Was bleibt?Aufgrund dieser doch beeindruckenden Ergebnisse gibt es für mich überhaupt keinen Zweifel mehr, daß Teilbereiche der Radiästhesie bzw. das Rutenphänomen mit Meßgeräten für physikalische Größen erfaßbar und nachvollziehbar ist. Ich behaupte nun nicht, daß ab jetzt alles mit dem Szintillationszähler gemessen werden kann; aber das war ja auch nie beabsichtigt. Mir geht es hierbei wahrscheinlich wie schon vielen Wissenschaftlern und Ingenieuren vor mir: jede Antwort die gefunden wird, wirft zehn neue Fragen auf.Vielmehr geht es darum, wie die Meßwerte im einzelnen zu deuten sind. Wie zeigen sich Wasser und Verwerfung in den Meßergebnissen? Kann man die Tiefe und Menge des unterirdischen Wasserlaufs mit den Meßwerten korrelieren? Wie sieht ein guter, wie ein schlechter Platz aus? Was ist mit Hartmann- und Curry-Netzen und -Kreuzungen? Als zum wissenschaftlichen Denken und Handeln herangebildeter Mensch hatte und habe ich durchaus noch meine Probleme mit so manchem, mir (noch) unerklärlichen Phänomenen. Alles, für das die anerkannte Wissenschaft keine Erklärung hat, kann nicht real sein, ist nicht existent! Es wird einfach geleugnet! Ich bin überzeugt, würde man z.B. einen Strahlenmeßtechniker fragen, welche Meßergebnisse mit der beschriebenen Methode zu erwarten sind, folgende oder ähnliche Antwort zu hören sein wird: "Keine besonderen. Man würde die Hintergrundstrahlung erhalten, die einen konstanten Wert hat!". Was ich hiermit ausdrücken will ist folgendes: kein Strahlenmeßtechniker oder Strahlenschützer käme auf die Idee, solche Messungen zu machen. Es ist mir auch kein Zusammenhang bekannt, daß eine etwas unterschiedliche Radioaktivität Rutenausschläge (Muskelreaktionen) auslösen würde. Die Ursache für diesen Zusammenhang ist vermutlich eine ganz andere. Aus verschiedenen Berichten wissen wir um bevorzugte Blitzeinschlagstellen; von Rutengängern oftmals als "starke" Wasserader oder Kreuzung bezeichnet. Gammastrahlung ist eine ionisierende Strahlung. Wenn die Luft über solchen Stellen stärker ionisiert wird, wird vermutlich hier der Blitz bevorzugt einschlagen. Schon die Römer haben ab 23 v. Chr. dieses Wissen schon ausgenutzt. Vitruv schreibt in seinem 8. Buch über die Architektur: "Man lege sich vor Sonnenaufgang an den Stellen, wo man das Wasser suchen muß,... auf die Erde und beschaue die Gegend.... Dann soll man da, wo sich kräuselnde und in die Luft aufsteigende, feuchte Dünste zeigen, graben. Wo sich nämlich kein Wasser befindet, kann dieses Kennzeichen nicht auftreten". Wenn jemand schon einmal im Physikunterricht in eine Nebelkammer geschaut hat, dem wird diese Beschreibung irgendwie bekannt vorkommen. In der Nebelkammer bilden die von der radioaktiven Strahlung erzeugten Ionen Kondensationskeime, an denen sich Wassertröpfchen durch Kondensation bilden. Vielleicht wird es nie möglich sein, eine direkte Kausalität zwischen Gammastrahlung aus der Erde und Rutenreaktionen herzustellen. Aber ist denn das so wichtig? Können wir nicht (fürs Erste) einfach akzeptieren, daß es so ist? Können wir nicht einfach diese Erkenntnisse als Grundlage zur weiteren Erforschung nehmen? Es bedarf auf jeden Fall weiterer Forschung auf diesem Gebiet. Wir stehen
erst am Anfang. Die Szintillationsmessung ist eine praktikable, nachvollziehbare
und reproduzierbare Methode, um geologische Störungen zu finden und
Rutenergebnisse zu überprüfen. Ich werde auch weiterhin mit Rutengängern
zusammenarbeiten um in dieser Richtung noch mehr Erkenntnisse zu gewinnen.
Wenn jemand Interesse hat, diese Arbeit zu unterstützen dann bitte
bei mir melden. Die nächsten Schritte werden die Langzeituntersuchung
- auch mittels Spektralanalyse - von definierten geologischen Störungen
sein.
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Letzte Änderung: 06. Juli 1997 |